Kino Roland

Aktuell - Do 25.05.2017 - Mi 31.05.2017

Saal 1
Saal 2

Vorschau - Do 01.06.2017 - Mi 07.06.2017

Saal 1
Saal 2
 
Kino Roland
Kino Roland
Langstrasse 111
Ecke Rolandstrasse
8004 Zürich
Tel: 044 241 42 71

Ab 18 Jahren
Nonstop von 10.30 bis 23.30h

2 Filme = 1 Eintritt
Eintritt CHF 14.- AHV/IV/Legi CHF 12.-


Digitale Sexfilmkabinen mit über 1000 Filmen zur Auswahl,

Super Film-Qualität dank digitialer Projektion ab Festplatte.
 
 


Noch nie in Zürichs "Langstrassen Kino" gewesen? Dann ist es jetzt höchste Zeit!

Über das Kino Roland

Architekt S. Klepzig, Zürich

Das Kino befindet sich in einem viergeschossigen Eckbau. Eine Längs- und eine Breitfassade des Theaters ziert je ein farbiger Blendbogen. Schon 1923 zahlte es sich aus, dass man auch seidenbestrumpfte Damenbeine zeigte. Unter dem Deckmantel der „Aufklärung“ Schielte ein Teil der Branche auf zarte Hände und schlanke Fesseln hübscher Filmschauspielerinnen. Allenfalls im Kulturfilm war bereits ein blanker Busen (irgendeiner fernen Südsee- oder Afrikabewohnerin) zu sehen. Weiter, hätte man in jener Zeit, als „Sex“ für alle Zürcher einzig die Zahl zwischen fünf und sieben war, niemals gehen können. Zumindest aber diente die fettgedruckte Zeile „Nur für Erwachsene über 18 Jahren“ als Lockvogel für leicht sündige Genüsse und das Kino Roland setzte darunter zum Film „Die Hygiene der Ehe“ den aufklärenden Text: „Niemand versäume diese wertvolle Aufklärung über Dinge, die uns alle, Ledige und Verheiratete, gleichermassen angehen.“ Würde man in diesem Film allenfalls das sehen, was ein gewisser Dr. van der Velde eben in einem Buch veröffentlicht hat? Schockierend! Darum ging man hin.
Das Kino Roland gehörte einer jüdischen Familie und wurde in der Zeit des zweiten Weltkriegs verkauft, weil diese es nicht übers Herz brachten, die Art von Filmen zu zeigen, die damals auf den Markt kamen; vor allem die deutschen Propagandafilme.


In den 50/60er Jahren wurde aus dem Arbeiterviertel um die Langstrasse mit schon zuvor vielen Italienischen Bewohnern ein waschechtes Italienerviertel. Und aus dem Kino Roland wurde eine Revolverküche. Italienerkino!
1978/79 entstand dann das erste Pornokino. Was war der Unterschied zum Sexkino? Der Betreiber kaufte in Amerika Pornofilme auf 35 mm und schnitt die Szenen so, dass sie ganz knapp dem Gesetze nachkamen, aber schon bedeutend mehr zeigten als zum Beispiel Emanuelle oder die Erwin C. Dietrich Filme mit Ingrid Steger. Es entstanden dann auch die ersten europäischen Pornofilme wie die Josefine Mutzenbacher und ein paar goldige Jahre brachen an. Obwohl der erste Teil der Josefine Mutzenbacher massiv geschnitten war, hing das Ausverkauft Schild die ersten drei Tage der Laufzeit an der Kinoeingangstür, einer raus, einer rein. Es wurde gegröhlt und gelacht, reinste Bierzelt Athmosphäre.

Das Roland ist auch heute noch in Betrieb. Es beherbergt heute 2 Leinwände; eine im Balkon und eine im Erdgeschoss und es werden auch heute noch täglich Pornospielfilme gezeigt.
2009 präsentierete Das Museum of PorninArt: DIRTY SHOW® ZÜRICH, im Kino Roland, welche auch am 9.-11. Dezember 2016 wieder statt findet. 2 1/2 Tage gehört das Kino ganz der erotischen Kunst und wird von Kuratorin Z. Stähli-Kohler in einen Marktplatz der Frivolitäten umgewandelt.
Anfangs Dezember 2013 fand das erste Porny Days - Zürichs Sexfilmfestival, hier statt und schon zuvor bis heute jährlich regelmässige Konzerte und Festivals. So wie das Punk Rock Festival Obenuse Fest, das 2017 hier in die dritte Runde geht.

Infos zu Events seht Ihr auf der Facebook-Seite www.facebook.com/KinoRoland